Hier wird in Kurzform die Geschichte unserer Bruderschaft bis zum heutigen Tag geschildert.

Am 31.05.1959 wurde die Bruderschaft in der Gaststätte „Zum Vater Phillip“ in Grengel gegründet. Gründungsmitglieder waren:
Heinz Baumeister,
Hans Dörfling,
Günter Jülicher,
Theodor Bergheim,
Karl Grund,
Erich Kollwitz,
Franz Krüger,
Hermann Matzke,
Phillip Meurer sen.,
Phillip Meurer jun.,
Eduard Paulzen,
Dieter Scheer und
Heinrich Valder.

Während der ersten Monatsversammlung wurde eine Sammlung unter den Mitgliedern durchgeführt und erbrachte den für damalige Verhältnisse hohen Betrag von 325 DM, der als Anfangskapital in die Bruderschaft eingebracht wurde. Unter dem Namen „St. Sebastianus Schützenbruderschaft Porz – Grengel 1959 wurde die Bruderschaft in das Register des Bundes der historischen deutschen Schützenbruderschaften (Historischer Deutscher Schützenbund) aufgenommen.

Am 03.11.1967 folgte die Eintragung ins amtliche Vereinsregister und seit dem wird auch das „e.V.“ an den Vereinsnamen angeführt. Geistlicher Präses der Bruderschaft wurde der erste Pfarrer der Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt, Peter Echterbroch (Zum Gedenken). Zum 1. Brudermeister wurde Heinrich Valder gewählt.

Das erste Schützenfest der noch jungen Bruderschaft wurde am 13.09.1959 veranstaltet und fand bei den auswärtigen Bruderschaften, den Ortsvereinen und der übrigen Bevölkerung regen Zuspruch. Erster Schützenkönig wurde Theodor Bergheim, ein Prinz und ein Schülerprinz konnten noch nicht ermittelt werden, da die Bruderschaft noch nicht über eine eigene Jungschützenabteilung verfügte.

Seit dem Jahr 1961 findet das Schützenfest immer an Pfingsten statt. Im Jahr 1966 konnte von der Bundesvermögensstelle ein Grundstück an der Krieger Straße gepachtet werden und am 25.05.1967 wurde die Grundsteinlegung für das neu zu errichtende Vereinsheim durch den 1. Brudermeister Theodor Bergheim und Pfarrer Echterbroch vorgenommen. Noch im gleichen Jahr konnte das neue Schützenheim mit fünf Luftgewehrständen bezogen und genutzt werden. Im Laufe der Jahre wurde das Gebäude noch um eine große und eine kleine Halle erweitert.

Erster Bezirkskönig des Bezirksverbandes Porz wurde im Regentenjahr 1974/75 Hans Wirz. Ihm sollten noch einige Mitglieder nachfolgen (Ehemalige Könige) . Seit dem Jahr 1989 dürfen auch die Schützenfrauen um die Würde der Ritter des Königs mitschießen. Im Jahr 1994 durften die Schützenfrauen dann auch um die Königswürde kämpfen und schon ein Jahr später wurde Marita Gravis unser erster weiblicher Schützenkönig und im Anschluss daran auch der erste weibliche Bezirkskönig des Bezirksverbandes Porz.

Der 04.05.1994 geht als eine der schwärzesten Tage in die Annalen der Bruderschaft ein. Durch Einbruch und Brandstiftung brannte das Schützenheim fast vollständig nieder. Unter großer Beteiligung der Grengeler Bevölkerung, der Ortsvereine, der auswärtigen Bruderschaften und nicht zuletzt durch unbürokratische Behörden konnte drei Wochen später das Schützenfest im Festzelt ausgerichtet werden und wurde ein voller Erfolg. Die große (Holz)halle, die vom Brand verschont blieb, wurde provisorisch erweitert und umgestaltet. Sie diente seither als Schießstand und Veranstaltungsraum.

Im Winter 1994 wurde beim Bauaufsichtsamt ein Antrag zur Wiedererrichtung des Gebäudes gestellt, der allerdings erst 17 Monate später bewilligt wurde. Am 30.11.1996 kam es zur Grundsteinlegung unter Beteiligung der Ortsvereine und des damaligen Bezirksvorstehers Hans Gerd Ervens. Trotz vieler Verzögerungen, hier seien nur die ungeklärten Grundstückseigentumrechte erwähnt, wurde in Eigenleistung weitergebaut und im Oktober 2005 konnte das neue Schützenheim eingeweiht und nun auch genutzt werden.

Im Jahr 2000 trat die Bruderschaft in den Stadtverband Kölner Schützen (Stadtverband Kölner Schützen) ein. Schon ein Jahr später errang Sandra Herzog den Titel des Stadtschülerprinzen. Obwohl wir eine der kleinsten Bruderschaft im Verband sind, scheint die Qualität nicht zu leiden. Unser König Manfred Lankau errang im Oktober 2004 die Würde des Stadtschützenkönigs und Marvin Quadt 10/11 und Daniel Nelles 13/14 wurden ebenfalls Stadtschülerprinz.

Dieser Beitrag wurde 2 mal kommentiert

  1. G. Sturm Antworten

    Hallo, habe einen Fehler in der Chronik entdeckt: „Marita Gravis unser erster und bisher einziger weiblicher Schützenkönig“

    Gisela Sonnenberg hat doch auch die Königswürde erlangt.

    LG

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